Tools spezial: Warming-up & Energizer (Teil 5)

Tools-Asuwahl
Bild: Melanie Matutis – Clearingstelle Medienkompetenz (unter Verwendung von Screenshots der beschriebenen Dienste)

Seit über zwei Jahren pflegt die Clearingstelle Medienkompetenz eine Mindmap mit einer ständig erweiterten Übersicht über Tools, Apps, Plattformen und Links. Aber bei mittlerweile über 350 Links geht der Überblick schon mal verloren: Was soll ich nehmen? Was ist empfehlenswert – nicht zuletzt unter Datenschutz-Gesichtspunkten? Womit kann ich Teilnehmende gut aktivieren? Daher  präsentieren wir in einer kleinen Artikel-Reihe unsere Favoriten, die sich in den letzten Monaten (oder Jahren) in vielen Veranstaltungen bewährt haben. In diesem fünften Beitrag geht es um Tools, die zum Warming-up, als Auflockerungs- oder  Bewegungsimpuls beim digitalen Zusammenarbeiten oder Lernen eingesetzt werden können. Die bisherigen Beiträge der Tools-Reihe sind am Ende der Seite verlinkt.

Tools für’s Warming-up:

Videokonferenzen mit vielen unbekannten Personen können anstrengend sein. Aber auch in bekannten Teams und Gruppen kann es dauern, bis alle „auf Betriebstemperatur“ sind. Daher bieten sich wie bei Präsenzveranstaltungen kleine Kennenlern- oder Aufwärmspiele auch für den Beginn von digitalen Meetings und Seminaren an.

Alle, die …

Das Spiel „Alle, die …“ werden viele bereits kennen. Ein:e Spielleiter:in formuliert Aussagen, die mit „Alle, die …“ beginnen. Beispielsweise: „Alle, die gerne Kaffee trinken.“ Im echten Leben stehen die Teilnehmer:innen auf, wenn die Aussage auf sie zutrifft. So kommt Bewegung in die Gruppe. Digital funktioniert das ähnlich: Statt aufzustehen halten die Beteiligten mit ihrem Daumen die Webcam zu (oder schalten sie aus) und geben sich nur dann zu erkennen, wenn die Aussage auf sie zutrifft. Auch farbige Klebezettel funktionieren gut – das sieht dann auch noch etwas hübscher aus. Schön und anschaulich beschrieben ist dieses Spiel in diesem Beitrag von Caspar Siebel. Hier finden sich auch Ideen für gute „Alle, die …“-Sätze.

Whiteboard-Spiele

Auch die klassische Ortsabfrage „Wo kommt ihr her?“, die gerne bei Veranstaltungen mit einem größeren Teilnehmerkreis verwendet wird, lässt sich digital abbilden. Dazu braucht es ein kollaboratives Whiteboard, wie es in vielen Videokonferenz- oder Webinarsystemen bereits integriert ist, und eine entsprechende Vorlage, beispielsweise eine Deutschlandkarte, auf der dann Punkte oder Kreuze gesetzt werden. Mit einem Whiteboard lässt sich auch die Idee der „alphabetischen Namensschlange“ (ebenfalls bekannt aus Präsenztrainings) umsetzen, wie Nele Hirsch vom Bildungslabor in ihrem Video beschreibt. Der Vorteil ist hier, dass die Teilnehmer:innen untereinander in Austausch gehen müssen, um gemeinsam eine alphabetische Namensliste auf einem Whiteboard zu erarbeiten.

Energizer:

Bewegungs-Glücksrad:

Lange Videokonferenzen erfordern ganz schön Ausdauer beim Sitzen. Um Rückenschmerzen vorzubeugen, ist regelmäßige Bewegung essenziell. Was darf es heute sein? Kniebeugen, Liegestütze oder Rennen? Das entscheidet das Bewegungs-Glücksrad. Bei kleinen Runden wird das Rad für jede und jeden einzeln gedreht; bei größeren einmal für alle. In der Pause oder direkt vor der Kamera (vorher festlegen!) wird dann dann die Bewegung ausgeführt.

https://rad.internetquatsch.de/bewegung.html

Übrigens: Glücksräder gibt es auch zur Feedbackgestaltung in den Geschmacksrichtungen „Retrospektive“, Meckerrunde und Honigdusche oder ganz neutral mit Zahlen von 1 bis 8 – je nach Bedarf.

Touch Blue:

Ebenfalls auf der Seite von Caspar Siebel findet sich ein schönes, etwas chaotischeres Spiel, das sich auch als Warming-up anbietet: Touch Blue. Auch hier sollten alle ihre Kameras angeschaltet haben. Die Gastgeberin sagt die erste Farbe an, zum Beispiel „Blau!“. Daraufhin versuchen alle so schnell wie möglich, einen Gegenstand in dieser Farbe zu finden und ihn in die Kamera zu halten. Wer als letztes etwas Passendes findet, sagt die nächst Farbe an. So lernt man gleich die Arbeitsplätze seiner Kolleg:innen kennen.

Sprichwortrekombinator:

„Eigenlob verleiht Flügel“ oder „Raubvögel haben auch schöne Töchter“ – solche Stilblüten bringt die Seite sprichwortrekombinator.de auf Knopfdruck bzw. Mausklick hervor. Die Spielerei eignet sich als kleine Knobelei „für zwischendrin“: Welche Sprichwörter sind hier vermengt?

Tools für den Schluss:

Skala:

„Auf einer Skala von … bis … Wie fühlst du dich jetzt?“ Wer eine solche Abfrage starten will, findet eine große Auswahl von Bildern, die nach diesem Muster funktionieren, in diesem Cloud-Angebot: So zum Beispiel eine Katze in verschiedenen Positionen, mit Nummern versehen. Aber auch: Hunde, Kuchensorten, Homer Simpson … Die Teilnehmer:innen tippen die Nummer des Bildes in den Chat, das am ehesten ihrer Stimmung entspricht.

Auf einer Skala von …

Tscheck.in:

Nicht nur als Einstieg, sondern auch für den Abschluss nutzbar: Die Seite tscheck.in zeigt englische Sätze für den Abschluss eines Meetings oder Seminars: „What surprised you today“ oder „If my mood was an animal, it would be …“ – per Klick auf „shuffle“ lassen sich neue Vorschläge anzeigen. Oben links ist mit „in“ oder „out“ wählbar, ob es Sätze oder Fragen für den Einstieg oder den Schluss sein sollen.

 

… und außerdem:

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