Fachtag: Mit digitalen Kompetenzen die Demokratie stärken!

Mit einem Fachtag in der Hessischen Landesvertretung zum Thema „Mit digitalen Kompetenzen die Demokratie stärken! Chancen und Grenzen digitaler politischer Bildung“ setzen die Träger der Reihe „mepodi – Medienbildung politisch und digital“ ihre langjährige Kooperation fort. Dabei sollen Chancen und Grenzen digitaler politischer Bildung zur Stärkung der Demokratie mit Expert:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und politischer Bildungspraxis sowie mit einzelnen Mitgliedern des Deutschen Bundestages herausgearbeitet werden.

Seitenstark-Gütesiegel verliehen

Gestern verlieh der Seitenstark e.V. erstmals das SEITENSTARK-GÜTESIEGEL an 31 herausragende Webangebote für Kinder. Idee und Ziel des neuen Gütesiegels ist es, die Qualität und Angebotsvielfalt digitaler Kindermedien nachhaltig zu fördern sowie Kindern, Familien und Pädagog:innen verlässlich Orientierung zu bieten.
Die Verleihung fand im Rahmen einer Live-Sendung des ALEX Offenen Kanal Berlin statt. Damit wird die Arbeit des in Auflösung begriffenen Erfurter Netcode e.V. aufgegriffen und weitergeführt, der seinerseits über Jahre Kinderwebsites geprüft und mit einem Siegel ausgezeichnet hat.

Raus aus der Box: Neue Kirchenbilder #kiw23

Kirchenbilder verändern sich. Neben den Neuordnungen territorialer kirchlicher Strukturen, die nach der katholischen nun auch in der evangelischen Kirche beginnen (und leider häufig das Digitale als Lebensraum ausblenden), und zahlreichen Krisenphänomenen sind an vielen Stellen Neuausrichtungen und Aufbruch-Bewegungen erkennbar. Denn die Erkenntnis, dass die beiden großen christlichen Kirchen zusammen nicht einmal mehr die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland vereinen, kann für vieles Anlass sein, aber sicher nicht für ein „weiter so“.

JIM 2022: (keine) Rückkehr zur Normalität

Mit erfreulicher Regelmäßigkeit erscheint Ende November eines Jahres die repräsentative Studie Jugend, Information, Medien, kurz JIM-Studie, für das jeweilige Jahr, auch abgekürzt als JIM 2022. Der neugierige Blick auf Medienausstattung und -nutzung der 12- bis 19-Jährigen erhält aktuelle Daten-Nahrung. In diesem Jahr gab es allerdings auch eine „Zwischenmahlzeit“ mit der im Sommer veröffentlichten Zusatzuntersuchung JIMplus zu Fake News und Hatespeech. Insofern verspricht sowohl der kurz- wie mittelfristige Längsschnitt interessante Vergleichsmöglichkeiten.

„Oskars der Medienpädagogik“: Dieter Baacke Preis 2022

Wie lässt sich Verschwörungserzählungen und Rassismus begegnen, dem menschengemachten Klimawandel entgegentreten, die Welt aus Kindersicht lebenswerter machen, Jugendkulturen vernetzen, Menschen aller Voraussetzungen mit Medienbildung erreichen und anregen? Mit dem Dieter Baacke Preis werden jährlich herausragende Projekte der Medienpädagogik ausgezeichnet. Die Preisträger:innen des „Oskars der Medienpädagogik“ in diesem Jahr zum Thema „Mit Medienbildung die Welt retten“ stehen fest.

ARD/ZDF-Onlinestudie: Fast alle sind online

Rund 95 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren nutzen das Internet, 80 Prozent sogar täglich. Durchschnittlich sind die Befragten pro Tag fast vier Stunden online. Dabei ist die medienbezogene Nutzung mit über zweieinhalb Stunden führend, wobei Bewegtbildangebote am häufigsten genutzt werden, gefolgt von Audio und Texten. Wie die 26. Ausgabe der ARD/ZDF-Onlinestudie zeigt, die am 10. November 2022 veröffentlicht wurde, sind dabei fast alle Bevölkerungsgruppen online.

Immer noch eine unbequeme Wahrheit – Unsere Zeit läuft

In „Immer noch eine unbequeme Wahrheit“ will Al Gore erneut die Bevölkerung wachrütteln. Dabei macht er sich seine mediale Reichweite zunutze. Immerhin ist er erprobt auf dem politischen Parkett, und seine Filme sind beliebtes Element in Schulen zur Sensibilisierung für Klimaereignisse. Außerdem sind Medien mit einem Narrativ, welches verdeutlicht, dass der Klimawandel jede einzelne Person betrifft, am effektivsten.

Woran wir gerade arbeiten – November 2022

Liebe Leserinnen und Leser, hin und wieder begegnen mir bei Fortbildungen grenzwertige Vorwürfe gegen die Medienpädagogik und gegen Medienpädagog:innen, wie sie auch ein – zumindest außerhalb seines Fachs, das überhaupt nichts mit (Medien-)Pädagogik zu tun hat – höchst umstrittener Autor schon einmal formuliert hat. Demzufolge ist unsere Disziplin (mit) Schuld daran, wenn Kinder oder Jugendliche zu viel und zu lange Medien nutzen; im Fokus stehen dabei meistens Games und Social Media.