Büchereiarbeit

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Schlägt man den Begriff „Bücherei“ im Duden nach, so lässt sich darin die Erläuterung „kleinere (öffentliche) Bibliothek“ entnehmen. Diese Beschreibung bildet jedoch nicht im Ansatz das tatsächliche Ausmaß der täglichen Praxis der katholischen Büchereiarbeit in Deutschland ab.

Zwei große Namen gehören zur katholischen Büchereiarbeit unablässig dazu: Das sind der Borromäusverein e.V. sowie der Sankt Michaelsbund. Beide Einrichtungen stellen große traditionelle Pfeiler im deutschen Büchereiwesen dar, die sich in ihrer Tätigkeit jeweils als Berater, Vermittler und Ansprechpartner in jeglichen bibliothekarischen Anliegen sehen.

Der Borromäusverein e.V., der sich ausgehend der 15 katholischen (Erz-) Diözesen Aachen, Berlin, Essen, Freiburg, Fulda, Hildesheim, Köln, Limburg, Mainz, Münster, Osnabrück, Paderborn, Rottenburg/Stuttgart, Speyer und Trier als Mitglieder des Vereins überwiegend auf den nördlichen Teil Deutschlands bezieht, sieht sich unter anderem als aktiver Gesprächspartner für Leserinnen, Leser und Mediennutzer.

Demgegenüber konzentriert sich der Sankt Michaelsbund auf den südlichen Teil Deutschlands. Er ist dabei mit zwei Verbänden tätig, dem Landesverband Bayern e.V. und dem Diözesanverband München und Freising e.V. Physisch stellt derSankt Michaelsbund ein katholisches Bücher- und Medienhaus dar, welches bayernweit ca. 1.100 öffentliche Büchereien betreut.

Das Herzstück beider Institutionen innerhalb der Büchereiarbeit stellen jedoch die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter innerhalb der vielzähligen Büchereien dar. Ihre Motivation ist es, die Büchereien für große und vor allem im Sinne der Leseförderung kleine Leser bis heute so attraktiv machen. Büchereien stellen dabei für Kinder einen Ort des „Bücher-Entdeckens“ dar, eine überdimensionale Schatzkiste voller spannender Geschichten und unzähliger Abenteuer. Für junge Menschen, und darunter gerade auch Studenten, stellt die Bücherei einen Ort der Ruhe und der Konzentration dar, an dem mit Hilfe eines jeweils büchereispezifischen Fundus an Fachliteratur zu unterschiedlichsten Themen selbst die schwierigste Haus- oder Abschlussarbeit erstellt werden kann. Nicht zuletzt stellt die örtliche Bibliothek gerade auch für „ältere Semester“ unserer Gesellschaft einen Ort der Ruhe, der literarischen Muße, wie auch der Begegnung während verschiedenster Lesungen dar.

Katholische Büchereiarbeit