Corona: „ein gefundenes Fressen“ für Extremisten?

Extremist*innen nutzen Corona, um sich in Debatten einzuschalten und Verschwörungstheorien zu verbreiten. Es gilt, diese Strategien zu durchleuchten und zu enttarnen. Aber wie kann das gelingen, wenn die üblichen Präsenzformate der politischen Bildung wegen Corona gerade nicht möglich sind?

Lernen und Arbeiten in Zeiten von Corona

Die bundesweite Schließung von Schulen, Hochschulen, Kitas und Kindergärten ist mittlerweile eine Woche her. Und die Frage, wie denn nun Lehren und Lernen weiter funktionieren können, hat zu einem großen „Digitalisierungs-Schub“ geführt. Denn zahlreiche Firmen, Institutionen, Gruppierungen und Einzelakteure wollen dazu beitragen, die Einschränkungen des öffentlichen Lebens abzufedern, indem sie Ressourcen für Zusammenarbeit und Lernen freigeben oder zusammentragen.

Follower

Für Clara ist es ein ganz gewöhnlicher Abend, den sie als Babysitterin im Haus einer wohlhabenden Familie verbringt. Der Junge ist bereits im Bett und Clara will gemütliche Stunden im Wohnzimmer verbringen. Per Smartphone chattet sie mit ihrem Freund Patrick und postet ein paar Bilder sowie ihren Standort auch auf Instagram.

Radikal

In einer Hochhaussiedlung lebt Simon mit seiner Familie in sozial schwierigen Verhältnissen. Nach einem Streit mit seinen Eltern wegen einer schlechten Mathe-Klausur weiß er keinen Ausweg mehr. Als er mit laufender Handy-Kamera Zeuge wird, wie ein Freund nach einer Auseinandersetzung auf der Straße von der Polizei festgehalten und überprüft wird, postet Simon das Video im Internet.

Digital 2020: Die Attraktion des Extremen

Fachtagung in Fulda zum Thema Radikalismusprävention im Netz: Extremistische Gruppen nutzen das Netz für sich und verbreiten Falschinformationen, Hate Speech sowie religiös motivierte und extremistische Inhalte. Doch welche Rolle spielt das Internet bei der Radikalisierung tatsächlich? Und welche Gegenstrategien gibt es?