Unsere Tools-Auswahl: Chat-Simulatoren (Teil 13)

Bild: Melanie Matutis – Clearingstelle Medienkompetenz (unter Verwendung der Logos von ChatSim, iFake Text Message, Zeeob)

Seit über zwei Jahren pflegt die Clearingstelle Medienkompetenz eine Mindmap mit einer ständig erweiterten Übersicht über Tools, Apps, Plattformen und Links. Aber bei mittlerweile über 450 Links geht der Überblick schon mal verloren: Was soll ich nehmen? Was ist empfehlenswert – nicht zuletzt unter Datenschutz-Gesichtspunkten? Womit kann ich Teilnehmende gut aktivieren? Daher präsentieren wir in einer kleinen Artikel-Reihe unsere Favoriten, die sich in den letzten Monaten (oder Jahren) in vielen Veranstaltungen bewährt haben. Der zwölfte Teil unserer Reihe legt den Fokus auf Chat-Simulatoren. Sie eignen sich hervorragend, um in schulischen oder außerschulischen Bildungskontexten Kommunikation in sozialen Netzwerken anschaulich darzustellen. Alle bisherigen Beiträge der Tools-Reihe sind am Ende der Seite verlinkt.

Einsatzmöglichkeiten

Wer Kommunikation über Messenger und in Social Media zum Thema machen möchte, stößt irgendwann auf die Frage der Visualisierung. Das eigene Smartphone auf dem Beamer zu präsentieren, bringt nicht nur technische, sondern auch inhaltliche Tücken sowie Datenschutz-Probleme mit sich. Viel einfacher ist hier der Einsatz von Chat-Simulatoren. Denn diese Tools ermöglichen die Darstellung von Chatverläufen mit unterschiedlichen Funktionen und in unterschiedlicher Optik.

ChatSim

Bereits im Jahr 2019 fiel Armin Harnisch dieser Bedarf speziell für Lehrkräfte auf. Daraufhin entwarf er selbst einen „Chat-Player“, der einen vorher aufgezeichneten Chatverlauf wiedergeben kann. Das Besondere an diesem Chat-Simulator ist, dass er komplett offline funktioniert: Lediglich HTML-Datei und Hintergrundgrafik herunterladen und im Browser verwenden. Eine Anleitung zur Nutzung bietet die Seite ebenfalls.

Das Tool steht unter CC0-Lizenz. So lässt sich das Tool nicht nur bedenkenlos im Unterricht einsetzen, sondern es kann auch modifiziert und in anderen Zusammenhängen weiterverwendet werden.

Screenshot des Chat-Simulators ChatSim von Armin Harnisch (Teil 13)
Screenshot des Tools ChatSim von Armin Harnisch / arminharnisch.de

 

iFake Text Message

Bei iFake Text Message handelt es sich um ein hübsches und kostenfreies Web-Tool, um Chatverläufe in einem Messenger-Fenster (WhatsApp o.Ä.) nachzubauen. Diese können dann als Bilddatei heruntergeladen werden. Die Oberfläche ist englischsprachig, das fertige Bild ist davon nur insofern „betroffen“, als dass dort die englischen Wörter „Message“ und ggf. „send“ steht, was jedoch bei Gruppen, die kein Englisch sprechen, verschmerzbar sein dürfte.

Nette Spielereien, die zu einem möglichst realistischen Eindruck beitragen: Auch Dinge wie Zeit, Akkustand oder Signalstärke lassen sich anpassen, ebenso lässt sich der Name des Netzbetreibers selbst bestimmen. Weitere Symbole wie für Flugmodus oder den eingestellten Alarm können ebenfalls hinzugefügt werden. Ein Tutorial führt durch die verschiedenen Optionen. Laut FAQs steht das Angebot steht auch als App zur Verfügung. Informationen zum Betreiber der Seite, zu Nutzungsrechten oder zum Datenschutz finden sich jedoch auf der Seite leider keine.

Screenshot des Chat-Simulators iFake Text Message
Screenshot des Tools iFake Text Message

Zeoob.com

Die webbasierte App ermöglicht nicht nur die Erstellung von Chatverläufen, sondern auch die Darstellung von Social-Media-Inhalten. So können Posts oder auch Chats im Stil von Instagram, Facebook, TikTok nachgebaut werden, ohne dass entsprechende Accounts bei einem dieser Dienste vorhanden sein müssen. Wenngleich das Tool vom Anbieter zu Trainingszwecken für Online-Marketing konzipiert worden ist, lassen sich auch zahlreiche didaktische Verwendungen finden.

 

Screenshot des Tools Zeoob: Instagram-Posts erstellen
Screenshot des Tools Zeoob

Allerdings: Der Anbieter macht keinerlei Angaben zum Sitz; die Website hat kein Impressum und die Datenschutzerklärung entspricht einer Standard-Vorlage aus WordPress. Immerhin wird zugesagt, dass die Seite nicht von Suchmaschinen indexiert wird. Dennoch ist bei der Nutzung Vorsicht geboten; persönliche Daten sollten tunlichst nicht genutzt werden.

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