Kinder & Medien

KIM-Studie 2020 - Mädchen am Computer Kinder & Medien
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Kinder & Medien – muss das sein? Die Antwort lautet kurz und bündig: Ja!

Denn digitale Medien sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Schon die Jüngsten werden in eine Gesellschaft voller Medien hineingeboren – und wachsen umgeben von verschiedensten Medien auf. Im Zeitalter von Social Media, Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz ist Medienkompetenz daher längst zu einer Schlüsselkompetenz geworden. Für Eltern und Erziehende ist klar: Wer Kinder zu selbstbestimmten Erwachsenen erziehen möchte, muss in medialisierten Lebenswelten unbedingt auch Zeit und Anstrengungen in die Medienbildung des Nachwuchses stecken.

Dabei geht es nicht nur um eine qualifikatorische Perspektive – weil Medien in Schule, Ausbildung oder Beruf eine Rolle spielen werden. Sondern Kinder haben ein Recht auf Mediennutzung und Erfahrungen mit und durch Medien! Artikel 17 der UN-Kinderrechtskonvention stellt klar, dass die Vertragsstaaten Kindern den Zugang zu Medien ermöglichen müssen. Kinderrechte müssen entsprechend auch im digitalen Raum zu ihrer vollen Entfaltung kommen. Dies muss natürlich altersabhängig medienkompetent begleitet werden. Und gleichzeitig bedarf es auch mit Blick auf die Jüngsten geeigneter Maßnahmen im Kinder- und Jugendmedienschutz. Also: Kinder & Medien ist nicht weniger als ein zentrales Thema der Medienpädagogik.

Dabei unterstützen wir gerne – auch mit Einträgen zum Thema Kinder & Medien in unserer Materialdatenbank mekomat.

Filmwahrnehmung von Vorschulkindern

Um die Aktivitäten der Kinder beim Fernsehen richtig zu deuten, ihre nachträglichen Fragen zu verstehen und ihre Kommentare einordnen zu können, müssen wir bedenken, dass Vorschulkinder die Welt und auch Fernsehsendungen ganz anders erleben als Erwachsene. So müssen Vorschulkinder erst einen Film ‚lesen lernen’. So haben sie zum Beispiel noch Schwierigkeiten mit Raum- und Zeitsprüngen im Film. Sie müssen also eine „Filmlesefähigkeit“ erwerben, das heißt sie lernen, Filmsprache zu verstehen oder ein filmisches Format anhand bestimmter Kriterien zu erkennen

Medienerziehung heißt Wahrnehmungserziehung

Es geht um etwas Triviales und doch für jeden Menschen ganz Existenzielles: das neugierige Entdecken ihrer und unserer Lebenswelt mit Hilfe ihrer fünf Sinne! Denn eine bewusste und differenziert ausgebildete Wahrnehmung hängt in erster Linie von den Möglichkeiten des alltäglichen Gebrauchens und Trainierens der Sinnesorgane ab.

Umgang mit Medien in der Familie

Manchmal fungiert der Fernseher als Aufpasser Gibt es einen richtigen Umgang mit Medien? Dieser Frage möchte ich mit einem Gespräch von einem Elternabend im Kindergarten begegnen. Ein Vater erzählt folgendes: „Es gibt Samstage, da geht es bei uns schon morgens um fünf Uhr los. Dann sind wir froh, dass bei …