Hilfe, wer erzieht unsere Kinder?

Bild: Natallia Vintsik – Fotolia.com

Tagungsreihe Familie 2020 widmet sich dem Thema Medienbildung in Schule und Familie

Die digitalen Medien durchdringen zunehmend den Lebensalltag in Schule und Familie. Beide Lebensbereiche prägen Kinder und Jugendliche entscheidend: familiäres Kommunikationsverhalten, die gemeinsame Mediennutzung und die Kommunikation über Medien in der Familie wirken sich unmittelbar auf den Schulbereich aus. Doch wie wirkt sich die Digitalisierung auf den Schulunterricht, die pädagogischen Methoden und das Familienleben aus? Wer gibt hier den Ton an? Wer vermittelt Regeln und Information zum Umgang mit alten und neuen Medien? Wer erzieht hier wen und wer lernt von wem?

Die öffentlichen Medien, Wissenschaft und so mancher Bestseller-Autor greifen diese Fragestellungen mit unterschiedlichen Ergebnissen auf: Sie geben Eltern und Lehrkräfte zahllose Tipps, warnen und empfehlen, verdammen und preisen neue Entwicklungen im Bereich der Medien an. Doch diese stehen den unterschiedlichen Positionen oftmals ratlos gegenüber. Nur in seltenen Fällen sind umfassende Kenntnisse zu den neuen Entwicklungen im Bereich der Medien, über juristische Konsequenzen und Zusammenhänge bei der Nutzung im schulischen, aber auch familiären Alltag vorhanden. Dabei wollen beide, Eltern und Lehrkräfte, eigentlich nur eins: „richtig“ erziehen und ausbilden − schieben sich aber fatalerweise häufig dafür gegenseitig die Verantwortung zu.

Dieser Problematik widmet sich in die Tagungsreihe Familie 2020 vom 28. bis 29. Mai in Fulda. Gemeinsam mit Vertretern aus Forschung, Wissenschaft und pädagogischer Praxis sollen Wege aufgezeigt werden, wie eine Erziehungspartnerschaft von Elternhaus und Schule im Bereich der Medienkompetenz aussehen kann und wie sich Familie und Unterricht im 21. Jahrhundert verändern werden. Dabei steht eine Verzahnung von familiärer Erziehung, Unterricht, medienpädagogischer und psychologischer Forschung– auch mit Blick auf die berufsorientierte Bildung – im Vordergrund.

Die Frage, wie Medien das Leben und Heranwachsen Jugendlicher bestimmen und beeinflussen und welche Folgen damit verbunden sind werden Dr. Holger Schulze und Dr. Petra Bauer beleuchten. Ein zweiter Block widmet sich dem Bereich Schule: Wie verändern digitale Medien den Schulbetrieb und wo liegen Möglichkeiten und Grenzen ihres Einsatzes? Wie kann Schule Medienbildung  gewährleisten? Am zweiten Tagungstag haben die TeilnehmerInnen in Workshops die Möglichkeit konkrete Projekte aus der Praxis kennenzulernen.

Das vollständige Tagungsprogramm finden Sie hier.

Veranstalter der Tagungsreihe Familie 2020 sind die Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke in der Bundesrepublik Deutschland e.V (AKSB), LPR Hessen – Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien, MUK Hessen – Institut für Medienpädagogik und Kommunikation, Bonifatiushaus Fulda und die Clearingstelle Medienkompetenz der Deutschen Bischofskonferenz.

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