Datenbank zu Medienkompetenz-Modellen

Wegweiser Medienkompetenz-Modellen
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Das Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis (JFF) in München hat eine Datenbank mit Studien und Modellen zu Medien- und Digitalkompetenz in Deutschland veröffentlicht. Dazu wurden in Kooperation mit einem Team der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg und der Universität Siegen über 100 einschlägige Dokumente, Studien und theoretische Modelle zu digital- und medienbezogenen Kompetenzen recherchiert. 83 der gesichteten Dokumente wurden nach festgelegten Kriterien zusammengetragen und hinsichtlich der verwendeten Begriffe, empirischen Umsetzungen und zentralen Befunde analysiert. Die systematisch aufbereiteten Analyseergebnisse stehen als Datenbank zu Medienkompetenz-Modellen auf der Website digitales-deutschland.jff.de im Sinne offener Wissenschaftsdaten allen Interessierten frei zur Verfügung.

Die Diskussion um Begriff und Konzept der Medienkompetenz ist mittlerweile fast 50 Jahre alt – seit Dieter Baacke diesen genuin medienpädagogischen Begriff aufbrachte. Durch die Herausforderungen der Digitalisierung hat die Debatte dazu in den letzten Jahren wieder an Dynamik zugenommen. Bisher gibt es allerdings in Deutschland keinen systematischen Überblick über die Kompetenzen der Bevölkerung, die angesichts der Digitalisierung für ein souveränes Leben notwendig sind. Die meisten Studien widmen sich eher der reinen Nutzung digitaler Medien. Hieraus können zwar Entwicklungen und Trends abgelesen werden. Kompetenzen und Kompetenzanforderungen selbst werden aber zumeist nicht explizit erfragt.

Um diesem Desiderat zu begegnen, startete im Oktober 2018 das Projekt „Digitales Deutschland“, gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Das Projekt ist in verschiedene Module gegliedert und soll Schritt für Schritt eine fundierte Entscheidungsgrundlage erarbeiten, welche Kompetenzanforderungen im Zuge der Digitalisierung an verschiedene Bevölkerungsgruppen gestellt werden und was es braucht, um allen Teilen der Bevölkerung adäquate Angebote zur Weiterentwicklung digital- und medienbezogener Kompetenzen bieten und so zu einem gelingenden (Zusammen)leben in einer von Digitalisierung geprägten Gesellschaft beitragen zu können.

 

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