Trendtagung: Arbeitswelt 4.0

Foto: © polarlicht.com

Digital 2020: Arbeitswelt 4.0 – nicht ohne Medienbildung!

Medienpädagogische Trendtagung am 10. November in Berlin

Die Industrie-4.0-Logik hat längst Bereiche der Büro- und Arbeitswelt erreicht. Experten und Expertinnen aus den unterschiedlichen Wissenschaftsbereichen sind sich sicher: Die zukünftige Arbeitswelt wird sich gravierend ändern. Arbeiten 4.0 wird vernetzter, digitaler und flexibler sein, mit der Konsequenz, dass es im Alltag auch weniger räumliche, zeitliche und organisatorische Grenzen für Leben und Arbeiten geben wird. Wie genau aber die zukünftige Arbeitswelt aussehen und sich der Arbeitsmarkt entwickeln wird, sehen verschiedene Expertisen widersprüchlich.

Im April 2015 startete daher das Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit Ministerin Andrea Nahles an der Spitze den Dialog zum Thema und stellte ein Grünbuch „Arbeiten 4.0“ vor. Dabei handelt es sich um ein Dokument mit Analysen und offenen Fragen zu wichtigen Entwicklungen und Handlungsfeldern in der Arbeitsgesellschaft von morgen, die Grundlage für einen breiten gesellschaftlichen Dialog zur zukünftigen Arbeitswelt sein sollen. Bereits heute scheint als Ergebnis festzustehen, dass die Digitalisierung bei den Arbeitern und Arbeiterinnen der Zukunft nicht nur fachspezifische Kenntnisse erfordert, sondern auch verstärkt soziale Fähigkeiten und Fähigkeiten zum ganzheitlichen Denken gefragt sind.

Auch der im Mai im Deutschen Bundestag eingebrachte Antrag „Das Fachkräftepotenzial ausschöpfen – Zukunftschancen der Deutschen Wirtschaft sichern“ der Großen Koalition von CDU und SPD verlangt, dass „berufliche und akademische Weiterbildung den Anforderungen einer digitalisierten Wirtschaft gerecht werden.“ Eine Investition in Bildung und Kompetenzentwicklung sei notwendig  – doch wie werden sich diese Analysen und politischen Forderungen in der Bildungspraxis umsetzen lassen? Brauchen wir angesichts der aktuellen technologischen Trends, gesellschaftlichen Entwicklungen und Veränderungen am Arbeitsmarkt ein neues Leitbild von Arbeit? Welche Ausbildungsprofile sind notwendig? Welche Bedeutung kommen der Medienbildung und der politischen Bildung beim gesellschaftlichen Dialogprozess Arbeit 4.0 zu?

Auf der diesjährigen medienpädagogischen Trendtagung am 10. November in Berlin sollen diese aktuellen Entwicklungen, Analysen und Fragen zusammen mit Expertinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft und (Medien-)Bildung diskutiert und gemeinsam Handlungsperspektiven entwickelt werden. Zu diesem Diskurs sind alle Interessierten und Verantwortlichen aus Bildung, Wirtschaft, Politik und Wissenschaft herzlich eingeladen.

Veranstaltungsort:
Katholischen Akademie Berlin
Hannoversche Straße 5
10115 Berlin

Tagungsbeitrag:
Ein Tagungsbeitrag wird nicht erhoben. Fahrtkosten können nicht erstattet werden.

Tagungsleitung:
Sandra Bischoff, Gunter Geiger, Lothar Harles, Peter Holnick, Prof. Andreas Büsch

Programm und Anmeldung

ab 12:30 Uhr Mittagimbiss
13:00 Uhr Begrüßung
Joachim Becker, Direktor der LPR Hessen
Gunter Geiger, Bonifatiushaus Fulda und AKSB-Vorstand
13:20 Uhr Rückblick Fachtagung „Digital 2020: Unterwegs zur Digitalen Arbeitswelt“ und Einführung in die Thematik der Trendtagung 2016
Prof. Andreas Büsch
Clearingstelle Medienkompetenz der Deutschen Bischofskonferenz
13:40 Uhr Dialogprozess „Arbeiten 4.0“. Aktuelle Ergebnisse und Konsequenzen für den politischen Gestaltungsprozess
Benjamin Mikfeld
Leiter der Abteilung I „Grundsatzfragen des Sozialstaats, der Arbeitswelt und der sozialen Marktwirtschaft“ im Bundesministerium für Arbeit und Soziales
14:20 Uhr Neue Technologien und digitale Prozesse in der Wirtschaft: Anforderungen an eine Medienbildung in der beruflichen Ausbildung
Konrad Klingenburg
Leiter des Berliner Büros IG Metall Vorstand, Fachbereich Grundsatzfragen und Gesellschaftspolitik
15:00 Uhr Kaffeepause
15:15 Uhr Digitale Agenda der deutschen Industrie: Konsequenzen für die Medienbildung
Jan Christian Sahl
Referent Digitalisierung, Innovation und Gesundheitswirtschaft – Datenschutz, digitale Souveränität, Rechtsrahmen, BDI
15:45 Uhr Arbeitswelt 4.0: Herausforderungen und Handlungsnotwendigkeiten für Wirtschaft, Politik und Medienbildung
Podiumsteilnehmer:
Ulrich Kelber
MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz, SPD
Konrad Klingenburg
Leiter des Berliner Büros IG Metall Vorstand, Fachbereich Grundsatzfragen und Gesellschaftspolitik
Prof. Dr. Dorothee Meister
Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikation (GMK)
Özcan Mutlu
MdB, Bündnis 90/Die Grünen
Jan Christian Sahl
Referent Digitalisierung, Innovation und Gesundheitswirtschaf – Datenschutz, digitale Souveränität, Rechtsrahmen, BDI
Anja Tempelhoff
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft – Leitung Sachgebiet Medienbildung / eEducation
Moderation des Podiums: Lothar Harles
16:45 Uhr Fazit und Forderung an Politik und Verwaltung
Lothar Harles, AKSB
Gunter Geiger, Bonifatiushaus Fulda
17:00 Uhr Ende der Veranstaltung

Anmeldung:

Bis zum 31. Oktober bitte online über http:// t1p.de/trendtagung2016

Diesen Artikel empfehlen:

Das könnte Sie auch interessieren: