Be nice

Cover "Be nice" - Vorlesen
Bild: kfw

Worum geht’s?

Eckdaten des Film:
Deutschland, 2009
Ein Film von Marita Meyer, Vanessa Eder, Christian Manzke, Rike Rothe, Tim-Urs Vogel, Lisa Neubauer
Produktion: Hamburg Animation School; Manfred Behn, kfw
Empfohlen ab 12 Jahren
Länge des Films: ca. 6 Min.
Oma will dem Enkelchen eine Gute-Nacht-Geschichte vorlesen. Doch das ist dem Knirps zu langweilig: Keine Action, nichts zum Gruseln. Gereizt vergisst Oma alle guten Vorsätze und die Geschichte gerät zum blanken Horror für den Kleinen. Der ist danach restlos bedient.
(kfw, Arbeitshilfe zum Film)

Welche medienpädagogischen Themen werden im Film angesprochen?:

  • Vorlesen
  • Gewalt in Medien
  • Gute-Nacht-Geschichten

Zum Einsatz mit Jugendleitern, Vorlesepaten und Eltern:

Der Animationsfilm richtet sich primär an alle, die Kindern vorlesen und/oder Geschichten erzählen. Auf Grundlage des Films kann thematisiert werden, welche Geschichten für Kinder in unterschiedlichen Altersstufen geeignet sind und wie weit dem kindlichen Wunsch nach Spannung nachgeben werden sollte. Anders als beim Film gibt es nämlich bei Büchern keine einheitliche Kennzeichnung, ab welcher Altersstufe ein Buch geeignet ist. Deshalb ist es wichtig, sich mit der Entwicklung von Kindern und ihrer Lebenswelt auseinanderzusetzen und eigene Kriterien zur Beurteilung zu finden.

Es kann außerdem angesprochen werden, wie Kinder mediale Gewaltdarstellungen verarbeiten, bzw. wie mittels Anschlusskommunikation eine erfolgreiche Bewältigung gelingen kann. In einer Anschlusskommunikation mit Kindern sollte besonders die Förderung eines Medialitätsbewusstseins im Vordergrund stehen. Das heißt aufzeigen, dass Medien von Menschen gemacht sind und Geschichten aus Büchern und Film nicht real, sondern erfunden sind.

Zum Einsatz mit Jugendlichen:

Jugendliche haben zu allen Medieninhalten Zugriff. Sie spielen mitunter Computerspiele und schauen Filme mit gewalthaltigen Themen. Nicht alles davon ist für ihre Altersstufe schon freigegeben. Während Jugendliche das unbedenklich finden, erheben Eltern und Lehrer den Zeigefinger. Der Animationsfilm kann als Einstieg dienen um diesen Konflikt zu thematisieren. Hierbei können die Jugendlichen folgendes gefragt werden: Was ist für dich Gewalt? Hältst du die die Sorge der Erwachsenen für unangebracht und warum? Ist die Diskussion um Gewaltdarstellungen in Medien irrelevant, da es sich ja nur um Fiktionen handelt?

Anknüpfungspunkte für aktive Medienarbeit:

Schreiben/Erfinden von altersgerechten (Gute-Nacht-)Geschichten, Creative Gaming: Computerspiele mit gewalthaltigen Inhalten nach anderen Regeln spielen, s. Beispiel Car-Surfing

Für wen?:

Schüler und Schülerinnen der Sekundarstufe II, Eltern, Lesepaten

Bezugsmöglichkeiten:

Der Film ist als DVD mit Vorführrecht in katholischen und evangelischen Medienzentralen und Kreismedienzentren ausleihbar und unter www.medienzentralen.de online abrufbar. Ein Direktbezug der DVD mit Vorführrecht ist unter www.filmwerk.de möglich

Fazit:

Ein filmisches Lehrstück für Lesepaten und all jene, die sich dem kindlichen Schrei nach Spannung nicht entziehen können.

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