Was wird hier gespielt? Computerspiele in Familie 2020

eine Familie sitzt auf dem Boden und schauen gemeinsam auf einen Tablet
Bild: © Kzenon – Fotolia.com

Schnell noch das Lieblingsspiel eingelegt, die Controller ums Handgelenk geschnallt, die Couch an die Wand gerückt und der gemeinsame Spieleabend kann beginnen. Gaming mit der ganzen Familie? Fehlanzeige! Laut FIM-Studie spielt das gemeinsame Computerspielen – an der Konsole, am Computer oder über Mobiles – eine untergeordnete Rolle im Familienalltag. Warum ist das so und muss das so bleiben?

Am 20. und 21. Mai 2014 in Fulda setzt die AKSB die Kooperation mit dem Bonifatiushaus Fulda, der LPR Hessen, dem MUK Hessen in der Reihe „Familie 2020“ fort. Als neuer Partner wird erstmals die Clearingsstelle für Medienkompetenz der Deutschen Bischofskonferenz mit dabei sein.

Bereits 2009 hat der Deutsche Kulturrat Computerspiele als ein Kulturgut bezeichnet. Seitdem wird auf Initiative von Politik und Wirtschaft jährlich der Deutsche Computerspielpreis verliehen. Mittlerweile nutzt ein Drittel unserer Gesellschaft PCs, Tablets, Smartphones und andere Plattformen um zu spielen. Gaming bestimmt den Alltag nicht nur von Jugendlichen, es findet vor allem diesseits von Spielsucht und Killerspielen als Wettkampfsport statt, der in Vereinen und Verbänden organisiert wird. Auch wenn die Computerspiel-Industrie mit ihren Angeboten zunehmend die gesamte Familie ins Visier nimmt, sind Computerspiele und Gaming in Familien bislang kein zentraler Gesprächsstoff.

Die zweitägige Fachtagung greift diese Spannung auf. Es wird diskutiert, Erfahrungen ausgetauscht und gespielt werden: Familie 2020 bietet zwei Tage lang vielfältigen Zugang zur Thematik.

Fragestellungen, die bei der Tagung mit Expert/-innen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Bereichen und aus der Praxis besprochen werden sollen, lauten:

  • Welche Rolle spielt das Gaming in der Familie?
  • Nehmen Kinder und Jugendliche Ihre Eltern als Spielpartner ernst?
  • Setzen die Eltern Computerspiele immer noch mit Ballerei, Mord und Totschlag und damit mit unnützem und wertlosem Zeitvertreib gleich oder haben sie einen pädagogischen Mehrwert erkannt?
  • Welche neuen Herausforderungen ergeben sich für Wissenschaften, für Pädagogik und Ethik?

Zusätzlich soll auch das eigenständige Ausprobieren von Computerspielen ermöglicht werden. spielbar.de, die Plattform der Bundeszentrale für politische Bildung, gibt einen direkten Einblick in die Welt der Computerspiele. An mehreren Spielstationen können aktuelle Trendsetter und erprobte Klassiker ausprobiert werden.

Die Tagung ‘Was wird hier gespielt?‘ ist Teil der Tagungsreihe Familie 2020. Seit 2011 kommen im Bonifatiushaus jährlich ExpertInnen aus Wissenschaft und Praxis zusammen, um gemeinsam über Ursachen, Auswirkungen und Konsequenzen des digitalen Wandels für Familien zu diskutieren. Wie Familien Medienkompetenz erwerben können und wie Medienkompetenz im Bildungsbereich nachhaltig vermittelt werden kann, steht hierbei genauso im Fokus, wie das Aufzeigen positiver Möglichkeiten im Umgang mit den neuen Medien für die Familie. Die ReferentInnenbeiträge der ersten Tagung „Aufwachsen in der digitalen Welt“ können im gleichnamigen Tagungsband nachgelesen werden.

Tagungsort:

Bonifatiushaus Haus der Weiterbildung der Diözese Fulda
Neuenberger Straße 3-5
36041 Fulda
Telefon (0661) 8398-0
Telefax (0661) 8398-136
info@bonifatiushaus.de
http://www.bonifatiushaus.de

Veranstalter:

Gunter Geiger, Direktor des Bonifatiushauses Fulda
Joachim Becker, Direktor der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien
Lothar Harles, Geschäftsführer des AKSB e. V.
Peter Holnick, Geschäftsführer des Instituts für Medienpädagogik und Kommunikation
Prof. Andreas Büsch, Clearingstelle Medienkompetenz der Deutschen Bischofskonferenz an der KH Mainz

Informationen & Materialien

Flyer zum Herunterladen
Link zur Online-Anmeldung
Website des Veranstalters
Tagungsband ‚Aufwachsen in der digitalen Welt‘

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