Addendum: Sketchnote und Torte zum 10-Jährigen

Sketchnote Medienpädagogisches Manifest Addendum 2019 (Ausriss)
Medienpädagogisches Manifest Addendum 2019 – Visualisierung: Katharina Blum

Addendum zum Medienpädagogischen Manifest vorgestellt

Mit einer aktualisierenden Erweiterung ihres medienpädagogischen Manifests hat die Initiative Keine Bildung ohne Medien (KBoM) auf die Entwicklungen der zurückliegenden zehn Jahre reagiert. Sowohl die deutlich greifbareren Auswirkungen der Digitalisierung als auch die bildungspolitischen Entwicklungen erforderten eine Überarbeitung des Manifests. Damit wurden die ursprünglich 2009 aufgestellten Forderungen weiterentwickelt und konkretisiert.

Die Vorstellung des Medienpädagogischen Manifests – Addendum 2019 erfolgte im Rahmen des Netzwerkabends beim Forum Kommunikationskultur der GMK. Mit Tusch und Torte feierten die Autor*innen den vorläufigen Abschluss des Redaktionsprozesses. Gleichzeitig war dies der Startschuss für eine weitergehende Umsetzung, die in Workshopgruppen beim GMK-Forum starten wird. Denn die Forderungen sollen auf die einzelnen (medien-)pädagogischen Handlungsfelder hin weiter diskutiert und operationalisiert werden.

Nach wie vor sieht die Initiative KBoM Medienbildung als ein zentrales Instrument an, um den umfassenden Herausforderungen durch Digitalisierung zu begegnen. Sowohl in schulischen wie außerschulischen Handlungsfeldern muss Medienbildung dazu umfassend implementiert werden: „Aktuell ist bildungspolitisch eine Verengung des Blicks auf Schulentwicklung zu beobachten. Dagegen fordern wir eine breite Verankerung von Medienbildung in allen pädagogischen Handlungsfeldern, beginnend bei der frühkindlichen Bildung über die Erwachsenenbildung bis hin zur Senior*innen-Arbeit. Nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch Eltern und Erziehende brauchen Unterstützung im Hinblick auf eine adäquate Medienerziehung. Die Förderung einer reflektierten Medienpraxis ist für alle Altersgruppen von besonderer Bedeutung.“

Bildungspolitische Forderungen

Angesichts von zunehmender Propaganda im Netz, Hassrede und Fake News ist Medienbildung unbestreitbar ein zentrales Element gelingender Demokratie-Erziehung. Dazu gehört, auch dass die Auseinandersetzung mit Big Data, Algorithmen und KI in schulischen und anderen Bildungsprozessen verankert werden muss. Eine zentrale Voraussetzung dafür ist wiederum, Medienbildung endlich als Grundbildung in allen pädagogisch relevanten Studien- und Ausbildungsgängen zu verankern.

Der Text des Manifests ist online verfügbar und dort auch als PDF zum Download verlinkt. Auf der Website findet sich außerdem ein Link zu einer Visualisierung der zentralen Forderungen als Sketchnote.

Foto der Torte zum 10-Jährigen Jubiläum KBoM
Foto: Andreas Büsch – Clearingstelle Medienkompetenz

Die Veröffentlichung des Manifests 2019 war zugleich das 10-jährige Jubiläum der Initiative, das im Beisein des Gründers Prof. Dr. Horst Niesyto mit einer Torte gefeiert wurde. Prof. Dr. Sven Kommer warf als Sprecher der Lenkungsgruppe einen Blick auf zurückliegende und gegenwärtige Aktivitäten und lud herzlich zur Mitarbeit ein. „Keine Bildung ohne Medien!“ organisiert sich zum einen über die Lenkungsgruppe, der Vertreterinnen und Vertreter aus verschiedenen Fachinstitutionen und -verbände angehören, zum anderen über das jährlich im Rahmen des GMK-Forums stattfindende offene Plenum sowie die diversen thematischen Schwerpunktaktivitäten der Mitglieder. Die Clearingstelle Medienkompetenz der Deutschen Bischofskonferenz gehört seit Frühjahr 2014 der Lenkungsgruppe an und beteiligt sich aktiv an der Verbreitung der Forderung nach einer medienbezogenen Grundbildung für alle pädagogischen Fachkräfte.

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