Das Alumni-Netzwerk wächst: 5. Durchgang #mepps beendet

Gruppenbild der Absolvent*innen des Zertifikatskurses #mepps
Teilnehmende und Kursleitung mit Festredner Dr. Ansgar Mayer – Bild: Clearingstelle Medienkompetenz

Mit einem festlichen Abend ging der fünfte Durchgang des Zertifikatskurses Medienpädagogische Praxis, kurz #mepps, am 15. Juni 2019 im Katholisch-Sozialen Institut (KSI) in Siegburg zu Ende. Zuvor hatten die Teilnehmenden die medienpädagogischen Praxisprojekte präsentiert, die sie im Rahmen der bundesweiten Blended-Learning-Fortbildung durchgeführt hatten.

Die abschließende dritte Präsenzphase des Kurses, der im Oktober 2018 mit einem Online-Prolog gestartet war, begann mit einem medienethischen Kamin-Gespräch mit Prof. Dr. Marlis Prinzing von der Macromedia Hochschule Köln. In ihrem Impuls-Vortrag zu „Verantwortung und Herausforderungen im und an Journalismus“ betonte die Sprecherin der AG Medienethik der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) die Notwendigkeit von Medienkompetenz als Bestandteil einer umfassenden Handlungsfähigkeit in medial geprägten Gesellschaften.

Vortragende vor ihrer Präsentation (Prof. Dr. Marlis Prinzing im Rahmen von #mepps)
Bild: Clearingstelle Medienkompetenz

Im anschließenden Gespräch mit den Teilnehmenden und Prof. Andreas Büsch als Moderator ging es dann unter anderem um die Idee eines medienethischen Berufscodex für professionelle Medienpädagog*innen. Prinzing sah darin ebenso wie Büsch eine wichtige Aufgabe und einen wesentlichen Beitrag für die Professionalisierung angesichts zunehmender Herausforderungen durch den digitalen Wandel.

Praxisprojekte wurden präsentiert

Herzstück der dritten Präsenzphase von #mepps waren dabei die Präsentationen der medienpädagogischen Praxisprojekte der Teilnehmenden. Jedoch konnten zunächst nur zwölf Projekte präsentiert werden; vier weitere Teilnehmerinnen werden beim Alumni-Treffen im Oktober die bis dahin abgeschlossenen Projekte vorstellen. Die thematische Palette war dabei ebenso breit wie die Palette der genutzten Medien sowie der Arbeitsfelder bzw. Zielgruppen: Von digitalen Erfahrungen in der Kita über Lyrik-Projekte in der Schule und geobasierte Touren für junge Geflüchtete bis hin zu Lightpainting mit Firmlingen und Multiplikator*innen-Schulungen reichten die Projekte. Die gesammelten Erfahrungen werden im Laufe des Jahres gebündelt in kurzen Projekt-Steckbriefen dokumentiert und damit für alle Interessierten zugänglich gemacht.

Vor der abschließenden Kursauswertung stand außerdem noch das Kennenlernen des Projekts DataRun auf dem Programm. Daniel Seitz von der Agentur Mediale Pfade präsentierte dieses Spiel zu Kryptographie und Datenschutz-Sensibilität, das Anleihen an Escape-Room-Spiele hat, und begleitete die mepps-ler beim Ausprobieren und Lösen der zahlreichen Rätsel.

Vortragender an Rednerpult (Vortrag von Dr. Ansgar Mayer bei #mepps)
Bild: Clearingstelle Medienkompetenz

Den Festvortrag hielt Dr. Ansgar Mayer, Senior Consultant bei der AequitasAffinity GmbH, Hamburg und bis 2018 Mediendirektor im Erzbistum Köln. Er warnte davor, im Bemühen um tragfähige medienpädagogische Konzepte die sich rapide verändernde Lebenswelt der Zielgruppen außer Acht zu lassen. Die Ephemerisierung (Fuller) der Gesellschaft führe dazu, dass es keine festgefügten Grund-Qualifikationen mehr gebe, sondern ein lebenslanger Fortbildungsbedarf in unterschiedlichen Bereichen wachse.

Wiedersehen im Oktober

Dazu passt gut, dass die Absolvent*innen des Zertifikatskurses ab sofort Alumni sind, die sich bei einem Treffen im Oktober jeden Jahres mit den vorherigen Jahrgängen vernetzen, Erfahrungen und aktuelle Herausforderungen austauschen, und sich zu jeweils wechselnden Schwerpunktthemen kontinuierlich weiter fortbilden.

Der Zertifikatskurs Medienpädagogische Praxis (#mepps) für Multiplikator*innen ist ein bundesweites Blended-Learning-Angebot der Clearingstelle Medienkompetenz in Kooperation mit dem MedienKompetenzZentrum des Erzbistums Köln im KSI. Mitträger sind die Bundeszentrale für Politische Bildung (BpB) und das Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis (JFF). Als Kooperationspartner sind darüber hinaus die Caritas im Ruhrbistum sowie die Freiwillige Selbstkontrolle der Multimediadiensteanbieter (fsm) beteiligt. Im Herbst dieses Jahres startet der sechste Durchgang des Zertifikatskurses. Bewerbungen sind hierfür noch bis zum 31. Juli 2019 mit einem Online-Bewerbungsbogen möglich.

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