Dritter Zertifikatskurs erfolgreich abgeschlossen

Bild der AbsolventInnen des dritten Zertfikatskurses (mepps)
Foto: Clearingstelle Medienkompetenz

15 AbsolventInnen unterstützen nun ihre Zielgruppen bei der Orientierung in mediatisierten Lebenswelten

Acht Monate Blended Learning mündeten in der abschließenden Präsenzphase mit einem medienethischen Talkabend mit Prof. Dr. Marlis Prinzing und einer Einheit zu Location-based Games mit Fabian Kögel und Niels Münzenberger (Placity – Kaiserdom App-Projekt). Vor allem aber präsentierten die Absolventinnen und Absolventen ihre medienpädagogischen Praxisprojekte aus dem jeweiligen Arbeitsfeld.

Denn das war das Herzstück des Kurses und Gegenstand der Zertifkate, die von der Kursleitung, Prof. Andreas Büsch (Clearingstelle Medienkompetenz der Deutschen Bischofskonferenz) und Stefan von der Bank (Abteilung Kommunikationsberatung und Kommunikationsanalyse des Erzbistums Köln) im Rahmen eines Festabends am 11. Juni 2016 im Katholisch-Sozialen Institut (KSI) in Bad Honnef feierlich übergeben wurden. Hiermit wurden aus KursabsolventInnen Alumni, die in die Folgekurse u.a. als ProjekttutorInnen und in die Fortbildung für Ehemalige eingebunden werden.

Teil des Festabends war zudem der Vortrag Medienpädagogik in der (post-) digitalen Kultur von Prof. Dr. Benjamin Jörissen (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg). Jörissen kritisierte den Gebrauch des Begriffs der „Digitalen Bildung“, der zunehmend inflationär verwendet, dabei aber entweder auf Bildung mit Medien (Mediendidaktik oder e-Learning) oder Bildung über Medien (Medienkompetenz) enggeführt werde. Dabei sei Bildung nach Jörissen (und Marotzki) das Sich-Zurechtfinden in einer immer komplexer werdenden Welt und Medienbildung infolgedessen Bildung in mediatisierten Welten. Der Gegenstand von Medienbildung wiederum ist die Medialität und ihre Artikulation, die „zunehmend dem Digitalen unterworfen [ist], aber nicht umgekehrt.“

Menschen zu unterstützen, sich in ihren immer mehr durch Medien geprägten Lebenswelten zurechtzufinden – das war Bestandteil aller medienpraktischen Projekte der KursabsolventInnen. So vielfältig wie die beruflichen Hintergründe der MultiplikatorInnen, ist auch die diesjährige Projektlandschaft: Von Themen der ästhetischen und kulturellen Bildung wie u.a. ein theater- und ein musikpädagogisches Projekt im Rahmen von politischer Kinder- und Jugendarbeit und im Religionsunterricht, über die Durchführung einer E-Lecture in der LehrerInnen-Bildung zum Thema Flucht und Migration über die Arbeit an der eigenen Medienbiographie mit SeniorInnen, bis hin zur Produktion einer Fernseh-Nachrichtensendung mit SchülerInnen in einer Rundfunkanstalt reicht der Bogen medienpädagogischer Handlungsfelder. Die MultiplikatorInnen schließen ihre Projektarbeit mit einem Kurzsteckbrief zum Projekt ab. Dieser dient als Ideengeber für weitere medienpädagogische (Folge-)Projekte und mögliche Kooperationen für die Mepps-TeilnehmerInnen aller Kurse.

Veranstalter dieses Zertifikatskurses Medienpädagogische Praxis sind die Clearingstelle Medienkompetenz der Deutschen Bischofskonferenz und das Katholisch Soziale Institut (KSI) der Erzdiözese Köln in Kooperation mit der Deutschen Bischofskonferenz – Referat Medienkompetenz, dem Caritasverband für das Bistum Essen, dem JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis, der MDG Medien-Dienstleistung GmbH und der Bundeszentrale für politische Bildung.
Im Herbst dieses Jahres startet der vierte Durchgang des Zertifikatskurses. Bewerbungen sind hierfür noch bis zum 1. August 2016 mit einem Online-Bewerbungsbogen möglich.

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