Die schöne Anna-Lena

Cover "Die Schöne Anna-Lena" - Schönheit
Bild: kfw

Worum geht’s?:

Eckdaten des Film:
Deutschland, 2012
Ein Film von Ralf Kukula
Produktion: Balance Film GmbH Ralf Kukula
empfohlen ab 6 Jahren, FSK 0
Länge: 4 Minuten
Ganz im „Struwwelpeter“-Stil wird die Geschichte der kleinen Anna-Lena und ihres Drangs nach immer größerer Schönheit und perfektem, modischem Äußeren dargestellt. Mit erhobenem Zeigefinger wird die Geschichte als Parabel für den Schönheitswahn unserer Zeit erzählt. Die schöne Anna-Lena zählt zum Genre der Animationsfilme und wurde mit Rap-Reimen umgesetzt. (kfw)

Welche medienpädagogischen Themen werden im Film angesprochen?:

  • Schönheits- und geschlechterbezogene Rollenbilder in Medien
  • Wertekommunikation
  • Inszenierung
  • Werbung
  • Konsum

Zum Einsatz mit Schülern und Schülerinnen:

Die schöne Anna-Lena kann in Schule und außerschulischer Jugendarbeit eingesetzt werden, um Themen wie medial vermittelte Schönheitsbilder, Körperlichkeit und ihre Inszenierung, Werbung und Konsum zu thematisieren.
SchülerInnen dieser Altersgruppe stehen vor der Herausforderung, eine eigene Identität aufzubauen und Beziehungen zu Gleichaltrigen zu knüpfen. Die Bedürfnisse, die daraus folgen, werden durch soziale Netzwerke und Messenger wie Facebook, Youtube und WhatsApp angesprochen. Dort spielen sie mit ihrem Selbstbild und erhalten Feedback von Peers. Deshalb können in der Diskussion zum Film aktuelle jugendkulturelle Phänomene wie beispielsweise Youtube (Schminktutorials etc.) und Selfies aufgegriffen werden.
Folgende Leitfragen können die Diskussion anregen:

  1. Wertebezogene Ebene: Welche Werte sind Dir wichtig? Was bedeutet Schönheit? Welche Schönheitsbilder werden im Fernsehen, bei Youtube und in anderen Sozialen Netzwerken medial vermittelt? Sind die vermittelten Schönheitsideale realistisch?
  2. Lebensweltliche Ebene: Wie möchtest Du wahrgenommen werden? Wie stellst Du Dich dar? Welches Feedback erhältst Du? Wie wichtig ist Schönheit in Deiner Familie und in Deinem Freundeskreis?

Die Arbeitsmaterialien des Katholischen Filmwerks bieten weitere Anregungen zum Unterrichtseinsatz.

Zum Einsatz mit LehrerInnen und PädagogInnen:

Die schöne Anna-Lena wird im Stil der schwarzen Pädagogik erzählt, weshalb sich der Kurzfilm als Einstieg ins Thema in der Lehrerbildung sowie Aus- und Fortbildung anbietet.

Eine weitere Möglichkeit ist es, den Film zur Thematisierung der Bedeutung von Körperlichkeit und, Äußerlichkeiten in der Phase der Identitätsfindung einzusetzen. Hier können jugendkulturelle Phänomene (wie bspw. Selfies) aufgegriffen, besprochen und in Zusammenhang mit der eigenen Lebenswelt gebracht werden.

Anknüpfungspunkte für aktive Medienarbeit:

Erstellen von Youtube-Tutorials – Selfies (z.B. vor bestimmten Orten) – Bild- und Videobearbeitung (AV-Medientechnik) – Drehen eines eigenen Animationsfilmes (Legetechnik, Stop Motion, etc.)

Für wen?:

Schüler und Schülerinnen der Sekundarstufe I, PädagogInnen, LehrerInnen

Bezugsmöglichkeiten:

Der Film ist als DVD mit Vorführrecht in katholischen und evangelischen Medienzentralen und Kreismedienzentren ausleihbar und unter www.medienzentralen.de online abrufbar. Ein Direktbezug der DVD mit Vorführrecht ist unter www.filmwerk.de möglich

Fazit:

Mit dem Einsatz von Die Schöne Anna-Lena im Unterricht oder in non-formalen Settings können sowohl die Diskussion von Werten angeregt, als auch die Bedeutung von jugendkulturellen Phänomenen besprochen werden.

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