Digital – mobil – Und fair?

"Digital, mobil und fair" - Nachhaltigkeit
Bild: Erzbistum Köln

Worum geht`s?

Eckdaten des Films: 
verschiedene Filme zum Thema Smartphones und Rohstoffe
EZEF – Evangelisches Zentrum für entwicklungsbezogene Filmarbeit

In Kooperation mit HANDY AKTION – fragen.durchblicken.handeln!
Länge: 75 Minuten

Bonusmaterial: Medienpädagogische Arbeitshilfen, 12-seitiges Booklet

Geeignet ab 12 Jahren

FSK: Lehr-Programm nach §14 JuSchG ( ohne Altersbeschränkung)

Die Filme im Einzelnen: 

Sklavenarbeit für unseren Fortschritt (2012), 45 Min.
Handy für das gute Öko-Gewissen (2013), 6 Min.

Pfand oder Tonne (2012), 4 Min.

Elektroschrott – Wohin mit dem Müll? (2012), 6 Min.

Der digitale Friedhof (2009), 16 Min.

In unseren Mobiltelefonen und Smartphones, aber auch in vielen Maschinen und Geräten, die wir sonst alltäglich und ganz selbstverständlich nutzen und die uns das Leben erleichtern, stecken teils sehr teure Rohstoffe – in Computern, Tablets und Fernsehgeräten, aber auch in der Waschmaschine und im Auto. Es sind teils wertvolle Metalle, nicht nur Gold oder Platin, sondern auch Indium, Palladium oder Tantal; und es sind auch die sogenannten Metalle der seltenen Erden, wie Neodym oder Samarium, deren Namen wir oft gar nicht kennen. Der Abbau dieser Rohstoffe findet häufig in den Ländern des globalen Südens statt – und nicht selten geschieht dies unter Bedingungen, die für die beteiligten Menschen wie für die Umwelt in hohem Maße schädlich sind. (EZEF)

Welche medienpädagogischen Themen werden im Film angesprochen?

  • Nachhaltigkeit im Umgang mit technischen Geräten und ethische Aspekte
  • eingesetzte Rohstoffe für verschiedene Technologien
  • politische, soziale, ökologische Folgen des Rohstoffabbaus und der Ausbeutung von Arbeitskräften
  • Verbraucherschutz & Herstellerverantwortung
  • Erhöhung des Lebenszyklus von mobilen Medien
  • Alternative umweltschonende Technologien und Entsorgungswege (Fairphone)

Zum Einsatz in der außerschulischen Medienarbeit:

Jugendliche nutzen intensiv verschiedene mobile Medien, die sie selbst besitzen oder die zum Familienhaushalt gehören. Nur wenige wissen, welche Rohstoffe in den Geräten eingebaut sind, wo diese herkommen und unter welchen Bedingungen sie abgebaut werden. Auch Anbieter können häufig die Produktionskette nicht vollständig überblicken. Umso wichtiger ist es, dass Jugendliche einen sozialverträglichen und nachhaltigen Umgang mit (mobilen) Medien erlernen, da sie selbst viel dazu beitragen können, um den ökologischen Rucksack von Smartphones zu verkleinern.

Die Filme der DVD Digital – Mobil – Fair? bieten einen interessanten Mix für die längerfristige Auseinandersetzung mit den verschiedenen Themenbereichen: Nachhaltigkeit, Rohstoffproduktion, Konsumentenentscheidung, Recycling u.a. Es gibt viele Anschlussmöglichkeiten zur politischen Bildung im schulischen Bereich, sodass hier eine Kooperation zwischen Schule und außerschulischer Medienbildung sehr sinnvoll wäre.

Die Kurzdokumentationen eignen sich alle dazu, ethische Fragen unseres Umgangs mit (mobilen) Medien zur Sprache zu bringen. Brauchen wir wirklich das neueste Smartphone – wenn es das alte noch tut? Müssen wir alle zwei Jahre einen neuen Laptop besitzen? Welche Geräte können wir mit mehreren Menschen zusammen teilen, sodass wir nicht-nachwachsende Rohstoffe schützen? Was können wir selbst tun, um auf die Bedingungen des Abbaus der Rohstoffe und der Wiederverwertung von Elektroschrott in Ländern mit Entwicklungsbedarf aufmerksam zu machen?

Um die praktische Auseinandersetzung mit dem Thema zu fördern, könnte z.B. die Hardware eines Smartphones oder eines Laptops genauer untersucht werden und es könnte erklärt werden, welche Rohstoffe sich in (mobilen) Geräten zu welchem Zweck befinden. Darüber hinaus eignet sich die Vermittlung von Hintergrundwissen dazu, wie und wo Elektroschrott in Deutschland normgerecht recycelt wird. Es könnte zudem gemeinsam überlegt werden, wie der Lebenszyklus von elektronischen Geräten selbständig verlängert werden kann, welche fairen Alternativen bereits auf dem Markt sind und welche Schritte gesetzlich unternommen werden müssten, um VerbraucherInnen und HerstellerInnen mehr als bisher in die Verantwortung zu ziehen, Altgeräte richtig zu recyceln und kluge Entscheidungen im Hinblick auf den Neuerwerb von mobilen Geräten zu treffen.

Anknüpfungspunkte für aktive Medienarbeit:

Erstellen einer Online-Kampagne über faire Bedingungen für den Abbau der Rohstoffe, die zur Herstellung von Smartphones benötigt werden. Online-Brainstorming zu Handlungsalternativen zur Verlängerung des Lebenszyklus von (mobilen) Medien. Veranstaltung eines Elternabends durch SchülerInnen zum Thema Nachhaltigkeit bei Smartphones.

Durchführung einer Sammelaktion an der Schule von alten Handys, um diese kollektiv zu recyclen. Zum Beispiel durch einen Aufruf per Facebook und in Anschluss an eine Online-Kampagne.

Für wen?

Jugendliche ab 12 Jahren.

Bezugsmöglichkeiten:

Medienzentrale des Erzbistums Köln

Fazit:

Die Dokumentarfilme bieten vielfältige Anknüpfungsmöglichkeiten für medienpädagogische Projekte im Bereich der Konsumenten- und der politischen Bildung. Sie eignen sich wohl für die schulische, als auch für die außerschulische Medienarbeit und können dabei unterstützen, Jugendliche für einen nachhaltigeren Umgang mit (mobilen) Medien zu sensibilisieren.

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