Lokale Netzwerke unterstützen Familien bei der Medienerziehung

Bild: © Stiftung Digitale Chancen

Am 06.06.2014 kam in Berlin das Best-Practice-Projekt „Lokale Medienkompetenz-Netzwerke für Familien“ unseres Kooperationspartners Stiftung Digitale Chancen zum Abschluss. Im feierlichen Rahmen präsentierten die Projektteilnehmenden ihre Ergebnisse. Fünf Projektnetzwerke in Berlin, Betzdorf (Rheinland-Pfalz), Dresden, Hamburg und Schwerin haben ihre bestehenden Kontakte und Kooperationen genutzt und ausgebaut und eine Vielzahl von Veranstaltungen für Familien durchgeführt. Sie wurden hierzu durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Stiftung Digitale Chancen für einen Zeitraum von zwölf Monaten mit jeweils bis zu 30.000 Euro gefördert. Die gezielte Unterstützung von Alleinerziehenden und Familien bei der Medienerziehung – ob im ländlichen Raum oder in sozialen Brennpunkten – stärkt Kinder und Jugendliche beim Aufwachsen in der Medienwelt.

Digitale Medien selbstbestimmt zu nutzen und die Chancen zu erkennen, die sie für das Lernen und die Freizeit bieten; gleichzeitig dabei ein Bewusstsein für die Risiken zu entwickeln und zu lernen, damit umzugehen – das ist die Herausforderung für ein förderliches Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen mit Medien. Ein wichtiger Aspekt ist in diesem Sinne sicherlich die Förderung von Anschlusskommunikation. Anschlusskommunikation meint, dass Eltern zu kompetenten Ansprechpartnern für die Erfahrungen ihres Nachwuchs mit digitalen Medien werden. Der Förderung von Medienkompetenz in Familien kommt hier eine Schlüsselrolle zu.  Mit dem Pilotprojekt „Lokale Medienkompetenz-Netzwerke für Familien“ hat die Stiftung Digitale Chancen bundesweit an fünf Standorten einen Anstoß gegeben, neue Wege zu gehen um Familien bei der Medienerziehung zu unterstützen. Ziel war es, insbesondere Familien zu erreichen, die aus zeitlichen, finanziellen oder anderen Gründen bestehende Unterstützungsangebote bislang nicht in Anspruch nehmen.

Gerade diejenigen Familien, die aufgrund sozialer Probleme auf besondere Unterstützung bei der Medienerziehung angewiesen sind, erreicht man meist nicht mit Veranstaltungen wie Elternabenden oder Elternseminaren. Wenn sich Einrichtungen der Familienhilfe und Anbieter von Bildungs- und Freizeitangeboten miteinander vernetzen, verbessern sich die Voraussetzungen, um Kindern und Jugendlichen mehr Kompetenzen und Sicherheit beim Umgang mit Medien zu vermitteln.

 

Die Stiftung Digitale Chancen hat die Netzwerke fachlich und wissenschaftlich begleitet. Aus den Ergebnissen der Evaluation wurden allgemeine Handlungsempfehlungen zur Förderung von Medienkompetenz in Familien entwickelt, die im Anschluss an das Projekt zur Konzeption und Umsetzung ähnlicher Vorhaben zur Verfügung stehen.

Weitere Informationen und eine Dokumentation der Abschlussveranstaltung finden Sie auf der Internetseite des Projekts unter www.digitale-chancen.de/mekofam.

Kontakt:
Stiftung Digitale Chancen
Barbara Blum, Projektleitung
Chausseestr. 15, 10115 Berlin
Tel.: (030) 437277-30
Fax: (030) 437277-39
E-Mail: bblum@digitale-chancen.de
http://www.digitale-chancen.de

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