Newsletter 04-21

Woran wir gerade arbeiten – April 21

Prof. Andreas Büsch
Prof. Andreas Büsch
Bild: Sascha Draheim

 

Liebe Leserinnen und Leser,

seit über einem Jahr bestimmt nun eine Pandemie unser öffentliches wie privates Leben, Kultur und Freizeit ebenso wie Arbeit und Bildung. Und vor allem zeigt sich erschreckend, wie sehr in Deutschland die Digitalisierung vor allem des Bildungsbereichs in den letzten zwei Jahrzehnten verschleppt wurde. Zumindest zeigen mir das die zahlreichen Klagen von Teilnehmer:innen unserer Fortbildungen.

Die erste Reaktion im vergangenen Jahr war daher zu schauen, welche Möglichkeiten und Workarounds in der aktuellen Krise überhaupt möglich sind. Und während es den einen gelang, je nach bereits vorhandener Ausstattung und Anbindung mehr oder minder zügig auf Online-Unterricht und -Veranstaltungen umzustellen und damit auf die erzwungene soziale Distanzierung zu reagieren, suchen die anderen auch nach einem Jahr noch verzweifelt nach Netz-Anschluss oder geeigneten Materialien (vgl. Initiative D 21 (2021): Digitalindex 2020/2021, S. 52).

Selbstverständlich ist der anormale Krisenmodus nicht der Idealfall! Aber kann das Ziel wirklich sein, „nach der Pandemie“ – mal unabhängig von der Frage, ob es dieses Nachher überhaupt geben wird – möglichst schnell wieder zum Status und zu Bildungsformen „wie vorher“ zurückzukehren?

Ich finde, es ist an der Zeit zu prüfen, was aus dem unbestreitbaren „Digitalisierungsschub“ sinnvollerweise in eine Zeit nach erzwungenem Distanzlernen und -arbeiten zu übernehmen und weiterzuentwickeln ist. Zweifelsfrei braucht Bildung auch Begegnung und direkten Austausch. Aber erstaunlicherweise ließen sich viele Inhalte auch ohne physische Kopräsenz von Lernenden vermitteln, und viele Fort- und Weiterbildungsangebote hatten eine weit größere Nachfrage als die früheren Präsenzveranstaltungen. Was sind also die Standards guter Veranstaltungen? Wie sieht gelingender Unterricht, wie sehen Fort- und Weiterbildung, aber auch Katechese und Pastoral mit digitalen Medien aus und welche Faktoren sind es, die zu diesem Gelingen führen?

Dass es vor neuen Ideen und erfolgreichen Routinen zweifelsfrei auch noch einen großen Bedarf an Fort- und Weiterbildungen zu Online-Lernen, E-Learning und Blended Learning gibt, kann jedenfalls nicht als Gegenargument gelten. Das – auch dies eine schöne Erfahrung aus zahlreichen Fortbildungen der letzten Monate – haben die meisten Pädagog:innen, Lehrer:innen und pastoralen Mitarbeiter:innen erkannt und sich auf den Weg gemacht, Antworten auf die genannten Fragen zu suchen.

Gerne unterstützen wir dabei mit unseren Material- und Veranstaltungsangeboten!

Herzliche Grüße
Prof. Andreas Büsch
Leiter der Clearingstelle Medienkompetenz

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Tagungen und Termine

Filmtipp

Mekomat

Zertifikatskurs #mepps

Kooperationspartner

Fundstücke des Monats

Tagungen und Termine

Kirche im Web #kiw2111.–12.03.2021: Rückblick #KIW21. Netz gestalten

Für viele Medienschaffende im kirchlichen Bereich ist es schon fast Tradition, sich Anfang des Jahres in Münster oder Stuttgart mit Gleichgesinnten zu treffen – im Rahmen der Tagung Kirche im Web (#kiw). Aufgrund der Corona-Pandemie fand die Tagung in diesem Jahr Mal nicht wie geplant vor Ort in Münster, sondern digital via Zoom statt. Spannende Inhalte gab es dennoch.

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Filmtipp

„Manipulation von Bildern“

Manipulationen von Bildern gibt es seit jeher: Schon in der römischen Antike versuchten Betrüger, anderen „ein X für ein U vorzumachen“. Insbesondere die digitale Technik hat hier völlig neue und einfach anzuwendende Möglichkeiten geschaffen. Der Film „Manipulation von Bildern“ sensibilisiert für das Thema und schärft einen kritischen Blick.

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Mekomat

Mekomat des Monats: Apps und Tools. Digitale Medien im RU

Digitalisierung hat in nahezu allen Lebensbereichen Einzug gehalten – nicht zuletzt Pandemie-bedingt auch immer mehr in der Schule. Der Umgang mit Apps und Co. und die Kompetenzen, diese sicher zu nutzen, sind wichtiger denn je und müssen demnach auch an Schulen und im Unterricht Erwähnung und Anwendung finden. Und das gilt auch für den Religionsunterricht.

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Zertifikatskurs #mepps

Zwei erfolgreiche Tage medienpraktischer Arbeit online

„Hands on“ – das ist eigentlich das Motto in der Kurseinheit zur praktischen Medienarbeit. Wie kann das digital funktionieren? Sehr gut, wie Kursleitung und Teilnehmende am 04. und 05. März schließlich herausfanden. Die 16 Teilnehmenden verbrachten zwei intensive Tage online mit praktischer Medienarbeit. Die Arbeit in drei Gruppen brachte viele gute Ergebnisse hervor.

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Kooperationspartner

Jubiläumsausgabe: Spieleratgeber NRW Level 30

Spiele aller Art sind ein fester Bestandteil im Unterhaltungsprogramm vieler Kinder, Jugendlicher und auch Erwachsener. In der noch immer anhaltenden Coronavirus-Pandemie stieg der digitale Spielkonsum weiter an. Passend dazu liefert die vorliegende Broschüre Eltern und Erzieher:innen einen Überblick über die aktuelle Spielelandschaft.

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Welche Inhalte machen die Empfehlungsalgorithmen von YouTube sichtbar?

Die Studie zum Thema „Empfehlungen in Krisenzeiten“, gemeinsam u.a. von Senatskanzlei Berlin, RWTH Aachen und vier Landesmedienanstalten beauftragt und durchgeführt von Kantar, zeigt, dass die Empfehlungsalgorithmen von YouTube nur wenige Anbieter und häufig die gleichen Videos vorschlagen.

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Smart Hero Award 2021

Zum achten Mal in Folge suchen die Stiftung Digitale Chancen und Facebook gemeinsam Menschen und Organisationen, die ihr ehrenamtliches und soziales Engagement erfolgreich in und mit sozialen Medien umsetzen. Smart steht dabei für den klugen Einsatz von Social Media für Anerkennung, Respekt und Toleranz. Bewerbungen sind ab sofort bis zum 2. Mai 2021 möglich.

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Woche der Medienkompetenz 2021 – 05.–11. Juli 2021

Vom 5. bis 11. Juli 2021 wird in ganz Rheinland-Pfalz zum zweiten Mal die „Woche der Medienkompetenz“ stattfinden. Am 11. März wurde in Mainz der Startschuss für die Website der #wmkrlp21 gemacht. In den kommenden vier Monaten besteht die Möglichkeit, viele spannende Angebote auf der Aktionslandkarte einzutragen.

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Fotoexerzitien mit Angelika Kamlage

Die Bedeutung von Bildern auch für die Medienbildung ist nicht erst seit dem Iconic turn offensichtlich. Aber Bilder können auch Ausdruck von Sehnsucht, Hoffnung und Sinn sein. Und genau darum geht es beim Angebot Foto-Exerzitien. Die Fortbildungen finden in kleinen Gruppen mit maximal acht Personen statt. Ausschreibungen und Anmeldung finden sich auf der Website.

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Fundstücke des Monats

Bundesweiter Digitaltag am 18. Juni 2021

27 Organisationen, darunter auch der Deutsche Caritasverband, der VHS-Verband und der Verbraucherzentrale Bundesverband, haben sich zu einer Initiative zusammengeschlossen mit dem Ziel, jährlich einen Aktionstag zu digitalen Themen durchzuführen und digitale Teilhabe für alle zu fördern.

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Ich kann was! – Kompetenzen für die digitale Welt

Mit der bundesweiten Initiative „Ich kann was!“ unterstützt die Deutsche Telekom Stiftung Projekte und Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Ziel ist es, jungen Menschen aus benachteiligtem Umfeld Kompetenzen zu vermitteln, damit sie selbstbestimmt und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und die eigene Zukunft gestalten können.

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Verhindert Datenschutz zeitgemäße Bildung?

Ein reizvolles Streitgespräch darüber, was zeitgemäße Bildung ist und ob Datenschutz-Bemühungen dem zuwiderlaufen, liefern sich der Wiesbadener Lehrer René Scheppler und der Schweizer Lehrer und Didaktik-Dozent Philippe Wampfler aus Zürich. Wie sehr sind Schüler:innen Souverän der eigenen Daten – und ist die Idee „Daten zu besitzen“ überhaupt richtig?

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Bildnachweise (von oben nach unten): KIW | didact media – Screenshot | Spieleratgeber NRW | MUD | Matt Botsford – Unsplash.com | Medienanstalt RLP | klicksafe | smart hero award | Woche der Medienkompetenz | DFA | Christian Wiediger – unsplash.com | Telekom Stiftung | Volodymyr Hryshchenko – unsplash.com